Fehrbellin

Die Fähre über das Flüsschen Rhin brachte der Stadt ihren Namen.

Einst von feuchten, moorigen Wiesen umgeben war das damalige Fehrbellin aufgrund des dortigen Übergangs vom Havelland zur Herrschaft Ruppin ein strategisch wichtiger Ort. Bereits im 12. Jahrhundert wurde zum Schutz des Übergangs eine Burg angelegt, die jedoch 1305 wieder aufgegeben wurde. Nahe der Burg entstand 1216 eine Ansiedlung, die zunächst als Belin und 1294 als Civitas Bellin erwähnt wurde. Mit der Errichtung der ersten Brücke über den Fluss im Jahre 1616 war die Zeit der Fähre beendet. Der Name Fehrbellin blieb jedoch erhalten.

Die 1654 eingerichtete Postlinie Berlin-Hamburg, die durch Fehrbellin führte, trug zur Entwicklung der Stadt bei. Nach der im 18. Jahrhundert durchgeführten Trockenlegung des Luchs, erfuhr die Stadt mit dem daraufhin beginnenden Torfabbau im Umland einen weiteren Aufschwung. Damit einhergehend erhielt der Ort 1880 den Anschluss an die Bahnlinie Neuruppin-Paulinenaue sowie einen Ausbau des Fehrbelliner Kanals. Knapp 100 Jahre später wurde der Verkehr auf der Bahnstrecke für immer eingestellt.